Mit Gelassenheit führt jeder Weg zum Ziel

Ach war ich Sonntag aufgeregt, als es endlich los ging! Seit Mitte August bin ich am Planen gewesen. Wobei, wirklich geplant habe ich eigentlich immer noch nichts. Bis zum Wochenende weiß ich wo ich schlafen werde. Und dann? Mal schauen 😀 Mega spannend und gleichzeitig total entspannend. Ich muss mir keinen Kopf machen, wann ich wo sein muss. Kann jederzeit sagen, hier bleibe ich länger oder kürzer. Das einzige, was wirklich feststeht, ist der nächste Tag. Doch wie ich gestern feststellen musste, steht nicht einmal der in Stein gemeißelt. Da der geplante Besuch in Husum leider nicht stattfinden kann, geht es schon etwas früher als geplant nach Schafstedt.

Als ich gestern die Nachricht bekommen habe, war ich zunächst ziemlich verunsichert. Sofort hatte ich Angst um die ganze Tour, es ging schließlich erst um meine 3. Nacht bei der zweiten Unterkunft. Wenn jetzt schon Absagen kommen, wie soll das den Rest der Tour werden? Ich habe mir viel Mühe gegeben um ruhig zu bleiben und nachdenken zu können. Angekündigt hatte ich mich in Schafstedt um den 15. herum. Da aus der Ecke direkt zwei kommen, war ich noch recht hoffnungsvoll, dass einer der beiden vielleicht schon ein wenig früher kann. Mal vorsichtig bei Anna nachgefragt und direkt eine positive Rückmeldung bekommen! 🙂 Warum musste ich erstmal unruhig werden? Das Erlebnis hat mir wiedereinmal gezeigt, wie gut man dem Leben eigentlich vertrauen kann! Viel zu schnell verfallen wir in Stress und haben Angst, wenn etwas nicht nach unserem Plan läuft. Dabei können wir das Leben nicht kontrollieren und sollten viel eher aufhören, uns einzureden, dass es anders wäre.

Mit dieser Einstellung kämpfe ich schon seit ich von Dare to Inspire zurückgekehrt bin – ABER es wird besser! Denn jedesmal sehe ich, dass es nicht schlimm ist, wenn es nicht genauso passiert, wie erwartet. Es gibt immer einen Weg, der vielleicht anders ist als erwartet, aber das Ziel wird nicht schlechter sein.

Gerade in der Pferdearbeit ist mir diese Ruhe wahnsinnig wichtig, genauso wie eine gewisse Spontanität. Sobald ich dem Pferd vertraue und es mir gleichermaßen auch sein Vertrauen schenkt, gebe ich dem Pferd gerne ab und an einige Aufgaben ab, lasse es mitreden. Daraus entwickelt sich ein Dialog, der uns beiden die Möglichkeit gibt, entspannt und gerne miteinander zu arbeiten. Wichtig dabei ist, dass ich immer noch das Schlusswort habe, ganz besonders, wenn es raus aus der geschlossenen Halle geht. Damit das so funktioniert, habe ich selten einen festen Plan im Kopf, was ich machen möchte – ich gehe auf das Pferd ein und gebe ihm die Möglichkeit seine Laune am jeweiligen Tag kundzutun. So arbeite ich nicht sofort mit jedem Pferd, sondern erst, wenn wir einige Regeln eingeführt und geübt haben und wir beide an Sicherheit bei der gemeinsamen Arbeit gewonnen haben. Aber dann kann es losgehen!

Und für mich geht es jetzt auch los, weiter Richtung Schafstedt! Vielleicht treffen ich dich ja auch bald auf meiner Reise! 🙂 Schreib mich doch einfach an 😉 Mal gucken, was sich daraus ergibt.

4 Kommentare

  1. Genial geschrieben!! Ich hätte glaube ich auch ertmal total Angst bekommen, dass jetzt alles schief geht Aber wie du schon gesagt hast: Vertraue dem Leben!!
    Du bist ein Champion!!

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